Forchstrasse 84, 8008 Zürich, Schweiz

Fussbehandlungen

April 25, 2018

Wir bieten alle konservativen und operativen Fussbehandlungen an.

 

 

Dazu muss es nicht kommen, wenn Sie Ihren Füssen Sorge tragen! 

 

Oftmals lassen sich Fussprobleme mit Physiotherapie, Einlagen und andere

orthopädietechnische Massnahmen behandeln. 

 

 

 

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Falls eine Operation notwendig ist, orientieren wir unsere Patienten im Voraus über Vor- und Nachteile verschiedener Methoden und natürlich auch über mögliche Risiken und Komplikationen.

 

Die Operationen führen wir an renommierten Häusern durch (stationär am Spital Zollikerberg und an der Klinik Hirslanden, ambulant im Operationszentrum in Zumikon). 

Die Füsse bieten eine sichere Standfläche,   

andererseits sind sie unsere Motoren für die Fortbewegung.

 

Dies lässt sich nur durch eine komplexe Bauweise und Steuerung gewährleisten.  

 

Anatomie Fuss

 

 

Es gibt verschiedene Fussformen und Normvarianten, die es von pathologischen Zuständen zu unterscheiden gilt. 

 

 

Fehlbelastungen sind auch von plantar, z.B. auf dem Podoskop, beurteilbar.

 

 

Standardisierte Röntgenbilder dienen zur Beurteilung der Knochen

 

Zudem können Winkelmessungen durchgeführt und der Verlauf der Fehlstellungen auf späteren Aufnahmen überprüft werden.

Das Computertomogramm und die Magnetresonanztomographie werden in besonderen Fällen ergänzend eingesetzt, z.B. zur Diagnose dieser Talusfraktur (Sprungbein), welche im konventionellen Röntgen nicht sichtbar war.

 

Ergänzend können an verschiedenen Institutionen Ganganalysen durchgeführt werden.

 

 

 

Hallux valgus

Der Hallux valgus ist eine Fehlstellung der Grosszehe in Richtung Kleinzehe. 

Medial (aber auch lateral) können die Mittelfussknochen stark hervorstehen, der Vorfuss ist verbreitert (Spreizfuss), es folgen Druckstellen und Schmerzen

 

Verschiedene Ursachen werden diskutiert (Vererbung, Schuhe, Geschlecht, Bandlaxität, etc.). Bereits Jugendliche können eine Hallux valgus Deformation haben.

 

 

Leichte Abweichungen sind meist wenig störend und können mit korrekten Schuhen, Polsterungen, Einlagenanpassungen, Podologie und Gymnastik behandelt werden, sodass die Schmerzen gering bleiben. 

Eine dauerhafte Korrektur ist allerdings ohne Operation nicht möglich.

 

 

Mittlere und schwerere Abweichungen sind nur mit einer Operation zu korrigieren.

Es gibt unzählige Operationsmethoden, die aber auf wenige Grundprinzipien reduziert werden können (Weichteilkorrektur, Osteotomie am Grosszehengrundgelenk, Basisosteotomie, Arthrodese / Prothese, Debasierung). Auch Kombinationen sind möglich. 

 

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Die Operation wird im Voraus geplant (1, 2a,b), die Realisierung wird während der Operation im Röntgen-Bildverstärker kontrolliert (3). Klinisches Bild vor und unmittelbar nach der Operation (4a/b),  respektive links unmittelbar vor, rechts 6 Monate nach Operation (5a/b).

 

 

Der Fuss wird 2 Wochen lang in einem speziellen zehenschienenden Verband (1) gehalten und mit einem Darco-Schuh (2) oder in einem Short Walker (3) (abhängig von der gewählten Operationsmethode) während 4-6 Wochen geschützt.

Nach nochmals 4 Wochen in einem Schuh mit wenig flexibler Sohle (z.B. Trekkingschuh) (4) kann der Fuss meist frei gegeben werden. 

 

 

 

 

Hallux rigidus 

 Beim Hallux rigidus besteht eine Arthrose des Grosszehengrundgelenkes, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkung führt. Frühstadien werden mit Entzündungshemmern, Sohlenversteifung, Abrollrampe, Physiotherapie und Steroidinfiltrationen behandelt. Kompensatorisch kann das Zehenendgelenk überbeweglich sein.

 

Operativ kann durch Abtragen der Arthrosezacken (Osteophyten) (Abb 1a,b) der direkte Druck auf das Gelenk und durch Verkürzung des Mittelfussknochens oder des Zehengrundgliedes (2a,b) die Spannung im Gelenk reduziert werden, beides führt zu einer Abnahme der Schmerzen und zu einer Verbesserung der Beweglichkeit (3a,b). 

 

 

Verschiedene Gelenksprothesen (1a,b) sind entwickelt worden. Die Langzeitresultate sind leider nicht vielversprechend. Etwas neuer sind die Oberflächen ersetzenden Prothesen (2). 

Bei starker Zerstörung und oder Fehlstellung des Gelenkes ist die Versteifung des Gelenkes notwendig. Die Zufriedenheit der Patienten ist sehr gut. 

 

Nagelveränderungen an der Grosszehe sind ein häufiges Problem in unserer Sprechstunde. Nicht nur der eingewachsene oder der verdickte Nagel, auch Frakturen des Endgliedes oder Exostosen müssen diagnostiziert und von Tumoren unterschieden werden.

 

Einige Nagelveränderungen (z.B. Nagelpilz) gehören hingegen in das Fachgebiet des Hautarztes.

 

 

 

Hammerzehen/Krallenzehen

Beim Spreizfuss sind meist auch Veränderungen der Nachbarzehen vorhanden. Dazu gehören die Hammer- und Krallenzehen, Instabilitäten der Zehengrundgelenke (bis zur Luxation) sowie schmerzhafte Beschwielungen an den Zehen oder an der Fusssohle.

 

 

Die konservativen Möglichkeiten sind wiederum Polsterunge n (Zehenspreizer, Hühneraugenpflaster, etc.),

 

Podologische Behandlungen und, besser als Eigenkreationen, geeignetes Schuhwerk. Sie führen nur zur Schmerzlinderung, nicht aber zu einer Korrektur der Fehlstellungen.

 

Die Hammerzehen müssen begradigt und meist leicht gekürzt werden (1). Eine mögliche Fixation ist die Smart-Toe-Spange (2), die wir 2006 als Erste in der Schweiz und inzwischen über 1000x eingesetzt haben. Eine andere Möglichkeit ist der Sehnentransfer eines Zehenbeugers auf die Oberseite der Zehe (Girdlestone). Einige dieser Korrekturen können auch perkutan (durch kleinste Hautzugänge) durchgeführt werden.

 

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Bei stark verkürzten Sehnen und Weichteilen können diese nicht einfach „verlängert“ werden, es bedarf einer Kürzung der Mittelfussknochen (Weil-Osteotomie. 3,4). Kombination Weil und Smart Toe (5).

 

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Je nach angewandter Methode wird eine Röntgenkontrolle nach 4 oder 6 Wochen durchgeführt und die weitere Schuhversorgung besprochen.

 

 

 

Mortonneuron

Es handelt sich um eine Verdickung des Nervs zwischen zwei Zehen. Die Ursache ist unklar, man diskutiert eine Druckschädigung durch die benachbarten Mittelfussknochen.

 

 

 Elektrisierende Schmerzen in zwei benachbarte Zehen, v.a. in engen Schuhen, sind typisch. Die Diagnose kann mit einem MRI gesichert werden. Genügen die Schuhhygiene, eine retrokapitale Pelotte und eine lokale Infiltration nicht, so muss die Operation durchgeführt werden. Klassischerweise wird der gutartige Tumor entfernt, alternativ können die Mittelfussknochen verschoben werden.

 

 

 

Rückfuss

 

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Der Fersenschmerz (1) ist ein häufiges Leiden und beinhaltet verschiedenste Krankheitsbilder mit jeweils unterschiedlichen Ursachen.

- Fersensporn (2), Tendinitis der Fusssohlenfaszie (plantare Aponeurose)

- Reizung der Achillessehne

- Bursitis subachillea (Schleimbeutelentzündung) (3)

- Andere Sehnenüberlastungen im Rückfuss

- Haglund- Exostose

- Stressfraktur Calcaneus (Fersenbein) (4)

- Nerveneinklemmung (Nervus calcanei medialis)

- Apophysitis (bei Jugendlichen)

- Rheumatische Ursachen (M. Reiter, chronische Polyarthritis, Bechterew)

- Arthrose des unteren Sprunggelenkes

- Radikulärer Schmerz S1

 

Der Fersenschmerz entsteht häufig nach einer Ueberbeanspruchung bei ungenügendem Training. Uebergewicht und Fussfehlstellungen (Hohlfuss, Knick-Senkfuss) werden ebenfalls als Auslöser beschuldigt.  Verteilung Mann:Frau = 2:1 

 

Die Befragung (Anamnese) dient zur Erfassung von 

- Krankheit oder Unfall 

- akuten oder chronischen Schmerzen 

- Charakter der Beschwerden (brennend, elektrisierend, stechend, Anlaufschmerz, etc.)

- Lokalisation und Ausstrahlung

- Zusammenhang zu anderen Krankheiten (Fehlstellungen, Rheuma, Diabetes, etc.) 

 

Die Untersuchung muss systematisch die einzelnen anatomischen Strukturen (am ganzen Bein) absuchen und deren Funktion überprüfen. Praktisch immer findet man eine Verkürzung der Wadenmuskulatur, die bei jedem Schritt zu einer Ueberlastung der Plantaraponeurose führt. 

 

Ergänzend kann ein Röntgenbild eine Stressfraktur, einen Tumor, Weichteilverkalkungen, einen Fersensporn oder eine Arthrose dokumentieren oder ausschliessen. MRI und Szintigraphie können ergänzend eingesetzt werden.

 

 

 

Therapie:

Über 90% der plantaren Fersenschmerzen können durch eine konservative Therapie geheilt oder zumindest deutlich gebessert werden und brauchen keine Operation. Die Behandlungsdauer beträgt aber oft bis zu einem Jahr. Eine Fersenpolsterung (Talonette, einfache weiche Einlage) wirkt als Schockabsorber, gelegentlich ist eine Masseinlage notwendig. 

 

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Dazu kommt eine physiotherapeutische Betreuung. Die hintere Beinmuskulatur und die Fussweichteile müssen durch geeignete Uebungen mehrmals täglich gedehnt werden. 

 

Sportliche Tätigkeiten müssen reduziert und angepasst werden. 

 

Eine Physiotherapie hilft die Dehnungsübungen korrekt zu lernen und Gangfehler zu korrigieren. Lokale Massagen, Tape, extrakorporelle Stosswelle und Faszientechniken ergänzen die Therapie. 

 

 

Die Spritze mit Lokalanästhetika und Steroiden wird als Therapie zweiter Wahl angeboten. Sie wirkt besser bei akuten Schmerzen als bei bereits chronifizierten Beschwerden.

 

Erst bei Nichtansprechen auf die konservativen Massnahmen (bei weniger als 5% der Fälle) wird die Operation diskutiert. Je nach Befund werden die Plantaraponeurose teilweise durchtrennt oder/und die eingeklemmten Nerven befreit. 

 

Beim hinteren Fersenschmerz muss bei der Operation unterschieden werden, ob die Achillessehne direkt betroffen ist, oder ob es um einen vermehrten Druck durch den Hinterhöcker des Fersenbeines geht. Die Haglundexostose muss grosszügig abgetragen werden, beim wachsenden Jugendlichen Calcaneus muss hingegen eine dorsal zuklappende Osteotomie durchgeführt werden, um die Wachstumszone nicht zu beschädigen.

 

Bild links:

Sehnen an der Fuss- Innenseite

 

 

Die Tibialis posterior Sehne (3) ist eine der tragenden Strukturen am inneren Mittelfuss. Sie wird beim Knick-Senkfuss überlastet und kann verletzt werden oder reissen.

Neben medialer Schmerzen ist der erschwerte einbeinige Zehenstand typisch. Frühe Veränderungen werden mit Medikation, Physiotherapie, Einlagen und Tape behandelt, fortgeschrittenere Stadien mit Sehnenoperationen oder dann mit Knochenumstellungen und Gelenksversteifungen.

Die Ruptur der Tibialis anterior Sehne ist wesentlich seltener. Sie führt zu einer Schwäche der Fussheber und muss von einer radikulären Ursache (Lendenwirbelsäule) unterschieden werden. Meist kann eine deutliche Lücke im Verlauf der Sehne getastet werden. Die Sehne muss genäht werden, wenn die betroffene Person nicht mit der leichten Behinderung zurecht kommt.

 

Die Peronealsehnen sind beim Hohlfuss mit Rückfussvarus überlastet, sie können auch bei Rückfussverstauchungen verletzt werden. Letzteres darf nicht mit den Bandverletzugnen am Aussenknöchel verwechselt werden!

 

 

Wenden Sie sich bei Fussbeschwerden frühzeitig an uns. So lassen sich oftmals schwerwiegende Deformierungen verhindern. Jetzt anmelden.

 

 


Weitere Patienteninformation im Internet: Foot Education.

 

                

 

 

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