Forchstrasse 84, 8008 Zürich, Schweiz

Arthrosen

Unsere Gelenke sind wunderbare, komplexe Gebilde...

...die uns erlauben, uns stabil und sicher fortzubewegen.

Die Arthrose ist eine kontinuierliche Abnützung eines Gelenkes mit bald einmal nicht mehr reversiblen Veränderungen, bedingt durch verschiedene Ursachen.

(Ursachen: Genetik, Unfall, Überlastung,

Entzündliche Erkrankungen)

Ab einem bestimmten Zeitpunkt wird die Beweglichkeit massiv schmerzhaft und eingeschränkt.

Ein Unfall kann das heikle Gleichgewicht von Stabilität, Beweglichkeit und Belastbarkeit stören.

Fehlstellungen

Bewegungsarmut und Übergewicht sind für Gelenke schädlich.

Gicht, Pseudogicht, Diabetes mellitus und viele andere Erkrankungen führen zu wiederholten Entzündungen des Gelenkes.

Andererseits gilt es, die Gelenke nicht zu überlasten, wie dies beim Spitzensport der Fall ist.

Sind die nicht operativen Massnahmen und die gelenkserhaltenden Operationstechniken nicht mehr möglich, so wird der Gelenksersatz oder die Gelenksversteifung notwendig.

Während die schweren Arthrosen der Schulter, der Hüfte und des Knies so gut wie immer mit einem prothetischen Ersatz behandelt werden, halten sich am oberen Sprunggelenk die Prothetik und die Versteifung in etwa die Waage. Das untere Sprunggelenk wird immer, das Grosszehengrundgelenk mehrheitlich versteift.

Knietotalendoprothese

 

Bei mässig starker Arthrose und gleichzeitiger Meniskusläsion werden Nutzen und Aufwand einer Gelenksspiegelung und eines Gelenkersatzes genau abgewogen.

Sechs Wochen vor der Operation wird eine Computertomographie zur Beinachsenbestimmung und zur patientenspezifischen Planung durchgeführt.

Nach früheren Erfahrungen mit konventioneller Technik und mit der Navigation arbeiten wir heute mehrheitlich mit einer Prothese von Medacta (GMK oder Sphere).

Besteht schon eine andere Prothese auf der Gegenseite, so wird auch die Möglichkeit der Implantation des gleichen Modells diskutiert.

Mit diesen von uns überprüften Daten und den angefertigten Modellen und Schnittschablonen, die exakt Ihrem Gelenk entsprechen, erlangen wir eine maximale Präzision während der Operation.

 

Selbstverständlich muss die Balancierung der Weichteile berücksichtigt werden, damit das Gelenk nicht nur knöchern korrekt steht, sondern auch stabil bleibt.

Der Aufenthalt im Spital dauert ca. 7 Tage. Die Nachbehandlung erfolgt für wenige Wochen an Stöcken, wobei die Prothese selbst sofort voll belastet werden kann. Die Teilentlastung erfolgt bis zur Genesung der Weichteile und bis zur Erlangung einer genügenden Kraft der Oberschenkelmuskulatur.

Schon vor der Operation wird individuell die Notwendigkeit einer Rehabilitation, eines Kuraufenthaltes oder die Nachbehandlung mit ambulanter Physiotherapie bei uns besprochen. Nehmen Sie auch mit Ihrer Krankenkasse Kontakt auf.

Zuhause wird die Kniebeweglichkeit mit einer Kinetec-Schiene gefördert

Nach 6 und 12 Wochen werden klinische und radiologische Verlaufskontrollen durchgeführt.

Im Anschluss an die Operation besteht ein lebenslanges Risiko hämatogener Streuinfektionen. Zahneingriffe und die dabei resultierenden Bakteriämien wurden bisher oft als Hauptursache für hämatogene Protheseninfektionen angesehen. Die bei Zahnextraktionen im Blut festgestellten Bakterienkonzentrationen sind aber meist sehr tief. Floride Hautinfektionen scheinen der wichtigste Grund für hämatogene Protheseninfektionen zu sein.

Hüfttotalendoprothese

Bei der Hüfttotalendoprothese wählen wir eine miniinvasive Methode durch einen sehr zuverlässigen und bewährten vorderen Zugang (AMIS).

 

Dadurch werden die Weichteile, insbesondere die Muskulatur geschont, der Blutverslust vermindert und eine bessere hintere Stabilität gewährleistet (verminderte Luxationsgefahr beim Sitzen).

Die Prothese besteht aus 4 Elementen (Pfannenring, Inlay aus hochvernetztem Polyäthylen, Schaft und Kopf).


Diese sind je nach Knochensituation in verschiedenen Grössen wählbar, sie werden mit oder ohne Zement eingesetzt.

Bei der Hüftprothese muss speziell auf die Beinlänge und auf die Stabilität des neuen Gelenkes geachtet werden.


Ab erstem Tag erfolgt die Mobilisation an Stöcken mit Belastung nach Schmerzen. Die früher befürchtete Komplikation einer Luxation ist durch die AMIS- Technik äusserst selten geworden.

Die Nachbehandlung erfolgt entweder mit einer Rehabilitation, mit einer Kur oder mit Physiotherapie von Zuhause aus. Nach 2 Wochen können die Fäden entfernt werden, nach 6 und 12 Wochen erfolgt eine klinische und radiologische Kontrolle.

Schultertotalendoprothese

Massive Arthrose des Schultergelenkes links, eine Situation, die nicht mehr mit Medikamenten und Physiotherapie beherrscht werden kann.

Die anatomische Prothese wird bei Arthrose ohne insuffiziente Rotatorenmanchette (RM) eingesetzt, die inverse Prothese bei gleichzeitiger ungenügender Funktion oder fehlender RM. Verschiedene Modelle stehen zur Verfügung (z.B. zementiert, nicht zementiert, Kurzschaft)